Aus Luzerne
wird zukunft

forschungs-projekt: Micro Grow

Entwicklung kompostierbarer Verpackungen und eines Kultivierungssets für die Mikrogemüse-Kultivierung auf Basis von Luzerne

Von der Idee zum fertigen Produkt

Aus Luzerneheu wurden im Projekt neue Verpackungs- und Anzuchtlösungen entwickelt

Dafür wurden Materialien und Rezepturen erprobt, der Formpressprozess verbessert und die Schalen Schritt für Schritt an ihre spätere Anwendung angepasst. Gleichzeitig wurden Microgreens kultiviert, Anzuchtbedingungen getestet und vollständige Sets entwickelt. Kundenbefragungen, Praxistests und ein Pilotverkauf zeigten schließlich, wie die Produkte bei den Kundinnen und Kunden ankommen. So entstanden funktionale Verpackungsschalen und Microgreen-Anzuchtsets für die praktische Anwendung.

Gemeinsam entwickelt

Projektlaufzeit: Mai 2023 bis April 2026

Im gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekt MicroGrow arbeiteten Vorwerk Podemus und die Technische Universität Dresden an neuen Anwendungsmöglichkeiten für Luzerneheu. Landwirtschaftliche Praxis, Produktentwicklung und wissenschaftliche Forschung wurden dabei eng miteinander verbunden.

 

Das Forschungsprojekt MicroGrow: Entwicklung kompostierbarer Verpackungen und eines Kultivierungssets für die Mikrogemüse-Kultivierung auf der Basis von Luzerne wurde über das Programm MINT-Fachkräfteentwicklung 2021-2027 durch den Freistaat Sachsen und die Europäische Union gefördert.

Das Logo von Vorwerk Podemus.

Vom Versuch zur anlage

1

Fasern dosieren und verteilen

Eine Förderschnecke transportiert die zerkleinerten Luzernefasern aus dem Schüttbunker in eine Waage. Sobald die benötigte Menge erreicht ist, wird das Material in die Halbzeugform gefüllt und durch Vibration gleichmäßig verteilt.

2

Additive einbringen

Die Halbzeugform fährt unter einem Vibrationsförderer hindurch, der das Bindemittel gleichmäßig auf die Fasern streut. Anschließend wird es durch erneutes Rütteln in die Fasermatte eingearbeitet.

3

Fasermatte vorpressen

In der Halbzeugpresse wird die vorbereitete Fasermatte unter Wärme verdichtet und erhält den notwendigen Zusammenhalt. Danach wird die Halbzeugform am Ende der Führungsschienen automatisch gewendet.

4

Halbzeug formen und weitergeben

Ein pneumatischer Auswerfer drückt das verdichtete Halbzeug aus der Form in eine Faltschablone. Dabei werden die Laschen an den Ecken aufgestellt und das vorbereitete Halbzeug anschließend in die Formteilpresse geschoben.

5

Schale pressen und auswerfen

In der Formteilpresse wird das Halbzeug durch einen zweistufigen Heißpressprozess in die gewünschte Schalenform gebracht. Abschließend wird die fertige Schale angehoben und aus der Anlage geschoben.

Für die spätere Herstellung wurden die Prozesskette vom aufbereiteten Luzerneheu bis zur fertigen Schale, mögliche Produktionsmodelle und die Wirtschaftlichkeit betrachtet. Die TU Dresden entwickelte dazu eine lineare Formpressenanlage, die die im Labor erprobten Arbeitsschritte zu einem automatisierbaren Prozess verbindet.

Alle ausführlichen Ergebnisse im projekt findest du in den insgesamt 6 Teilergebniskacheln

Alles auf einem Blick

Teilergebnisse