Die Heilerin Hildegard von Bingen (1098-1179) schreibt über die Hildegards Nervenkekse: »Sie vertreiben die Bitternis des Herzens, schenken innere Ruhe, öffnen Herz und Sinne, machen die Stimmung heiter und stärken Körper und Geist.«
Mandeln und Muskat
Die Kekse enthalten viele Mandeln. Sie liefern unter anderem Vitamin E, Magnesium, pflanzliches Eiweiß sowie wichtige Mineralstoffe. Vor allem Magnesium und Eiweiß tragen zur normalen Funktion der Nerven bei.
Eine besondere Rolle spielt die Muskatnuss. Hildegard von Bingen setzte sie ein, um Konzentration, Klarheit und Wohlbefinden zu fördern. Gleichzeitig ist Muskat jedoch nur in Maßen zu genießen: In größeren Mengen kann sie gesundheitsschädlich wirken.
Zimt und Nelken
Zimt gehört seit Jahrhunderten zu den geschätzten Gewürzen vieler Heiltraditionen. Heute ist bekannt, dass er den Blutzuckerstoffwechsel unterstützen kann. Für dieses Rezept empfiehlt sich Ceylon-Zimt, da er deutlich weniger Cumarin enthält als Cassia-Zimt.
Nelken wirken belebend und aromatisch. Zusammen mit den anderen Gewürzen verleihen sie den Keksen ihren charakteristischen Geschmack und den Ruf als „Energiekekse“.
Zubereitung der Hildegards Nervenkekse
Alle Zutaten mit einigen Teelöffeln Wasser zügig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig ausrollen und Plätzchen in beliebiger Form ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 10 bis 15 Minuten backen.
TIPP:
Verwende auch andere gemahlene Nüsse als Ersatz oder Ergänzung. Reduziere die Menge vom Dinkelmehl entsprechend.