Vorwerk_Podemus_Bernd_Jungviehstall

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Wetterextreme auf dem Futtertisch

Liebe Kunden,
wie verhalten sich unsere Tiere bei Affenhitze und Heu auf Halm? Nicht nur uns Menschen geht das Leistungsvermögen ab gewissen Temperaturen abhanden. Unseren Kühen geht es ähnlich. Zumal es trockenheitsbedingt keinen Zuwachs an Gras mehr gibt. Die Wetterextreme sind auch am Futtertisch zu spüren, denn bei über 35 Grad und keinem nennenswerten Regen passiert das, was wir in den vergangenen Jahren immer häufiger erlebt haben:

Es wächst nichts Grünes mehr.

Mancher Hausmeister wird sich freuen, denn bei pauschaler Abrechnung gibt es Geld wohl eher für‘s Gießen als für‘s Mähen. Das Frühjahr 2025 war außergewöhnlich trocken. Laut Deutschem Wetterdienst fielen in den Monaten März bis Mitte Mai deutschlandweit nur etwa 58 mm Niederschlag – das entspricht lediglich einem Drittel der üblichen Regenmenge für diesen Zeitraum.

Die anhaltende Trockenheit hat erhebliche Auswirkungen auf die Futterversorgung.

Sie beeinflusst nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Futters. Die Konsequenz für uns: Der Wechsel von Kleegras zu immer mehr Luzerne, unserem Futtergaranten für trockene Jahre. Die wurzelt bis zu 10 m tief und ist nach Etablierung das sicherste an Grünfutter und Heupflanze, sehr eiweißreich und schmackhaft. Damit die Kühe das auch alles gut verwerten können brauchen sie zusätzlich energiereiches Futter wie Körnermais und Getreide.

Wetterextreme am Futtertisch – Das machen wir damit

So fahren wir mit Monatsbeginn Juli brav das Futter mit dem Ladewagen in den Stall und die Tiere gehen nur noch einen halben Tag auf die Weide. Klimawandel ist da und wir können und müssen viel machen, damit es nicht noch schlimmer wird. Das eine ist das Reagieren mit verändertem Anbau. »Altes gilt nicht mehr« und alles um den Klimawandel eben etwas einzudämmen. Das muss auch nicht immer Selbstkasteiung sein.

Regionaler Fruchtjoghurt mit frisch geernteten Aprikosen von diesem Jahr ist doch ein kleiner, genussvoller Baustein mit niedrigster Transport- und Müllbilanz. Wichtig ist doch, dass es auch Spaß macht und schmeckt, bei gutem Gewissen. Das soll Euch den Sommer versüßen. In diesem Jahr haben wir auf unserer Obstanlage in Dresden-Briesnitz wieder die volle Fruchtvielfalt.

So bekommt jeder Grillabend neben unserer Podemuser Bratwurst und leckeren Steaks den korrekten vegetarischen
Anteil ab. In diesem Sinne einen schönen Sommer.

Euer Bernd Probst

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